Wie alles anfing

Vollnkirchen im Mai 2020
Vor nunmehr  drei Jahren konnten wir im schönen Vollnkirchen eine kleine Hofstelle kaufen. Diese alte Hofstelle spiegelte unser Vorhaben und unsere Ziele bis ins Detail wieder. Wir hatten hier nach langem Suchen und vielen Besichtigungen und Überlegungen das Gefunden, was wir gesucht haben. Ein Wohnhaus zum Schlafen und Wohnen, Nebengebäude für die Tiere, die Gerätschaften, für Vorrat und Werkstatt. Dazu Ackerflächen, um auch Landwirtschaft machen zu können. Selbst ein Baumstück mit Apfelbäumen wurde unser. Und völlig unbemerkt haben wir in unserer näheren und weitläufigeren Umgebung nette, hilfsbereite und aufgeschlossene Menschen dazu bekommen, die uns begrüßen, mit uns reden, uns helfen, zuhören, unser Tun hinterfragen, uns Tipps geben und uns aufnehmen. Es hätte nicht besser kommen können oder wie ich zwischendurch von einem entfernt Bekannten gesagt bekam, nachdem ich erwähnte jetzt in Vollnkirchen zu wohnen: "Es gibt schlimmeres". Kurzum wir haben hier ein neues Zuhause gefunden.

Nur der Ackerboden, mit dem ich ein persönliches Problem habe, stellt mich vor neue Herausforderungen. Auf den leichten Sandböden oder den so genannten Sandmischkulturen, auf denen ich bis dahin zu Hause war, sind zugegebenermaßen nicht so anspruchsvoll in der Handhabung. Pflügen, grubbern, säen, fertig. Dort ist es bei fast jedem Wetter möglich erfolgreiche Bodenbearbeitung zu machen. Es ist egal, ob es regnet oder ob es seit Wochen keinen Niederschlag gegeben hat. Man muss nur aufpassen, dass man bei allzu nassem Wetter nicht auf dem Feld stecken bleibt und der Nachbar mit seinem großen Traktor helfen muss, um den festgefahrenen wieder zu befreien. Oder man sollte beim Gülle ausbringen eine geschlossene Traktorkabine haben, wenn der Wind von hinten kommt, sonst läuft man Gefahr nicht nur den Duft sondern auch ein gesprenkeltes Gesicht mit sich herum zu tragen. Hier ist es so, dass nach dem Pflügen ein groß scholliger Boden da liegt und man nun auf Frostgare wartet oder entsprechendes Werkzeug einsetzten muss, um ein feinkrümmeliges Saatbeet zu bekommen solange die Restfeuchte ein Bearbeiten zulässt. Sonst hat man in der Vegetation Brocken liegen, die weniger einem Saatbeet der guten fachlichen Praxis ähnelt als einem Geröllplatz. Ich befinde mich eben im nicht enden wollenden Lernprozess. Im ersten Anbaujahr hatten wir noch recht einfache Erfolge zu verbuchen. Die haben ihren Ursprung wohl in der ordentlichen und pflichtbewussten Wirtschaftsweise der Vorbesitzer. Es gab keine Beikrautprobleme und der Boden war noch ausreichend mit mineralischem Dünger versorgt. Ich hoffe aber, dass sich der Boden vom langjährigen Herbizideinsatz erholt und das ein oder andere Beikraut den Acker wieder bereichert. Auch hoffen wir auf ein wiederbeleben im Boden. Wir wollen mit Mist und Kompost Nahrung für den Boden liefern, damit der wiederum Nahrung für die Pflanzen liefern kann. Das wird aber noch ein bisschen dauern, bis wir da angekommen sind und hoffentlich die Kinder und deren Kinder davon Nutzen tragen.

Das zweite Jahr

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